Die Stromversorgung ist der Kostenfaktor Nummer Eins beim Betrieb eines Rechenzentrums. Gleichzeitig ist sie auch die primäre Ursache für Ausfallzeiten der IT-Infrastruktur. Deshalb ist sie für Unternehmen, die nach einem potenziellen Colocation-Partner suchen, so ein extrem wichtiger Faktor.

Wenn eine IT-Ausrüstung wächst, nimmt auch die Menge an Strom zu, die sie verbraucht. Das ist eine Realität, die die Attraktivität der Zusammenarbeit mit einem Colocation-Anbieter noch steigen lässt.

Aber obwohl viele Colocation-Anlagen viel Platz für Infrastruktur bieten und rigorose Sicherheitsmaßnahmen implementieren, sind ihre Stromversorgungs- und Kühlungskapazitäten oft nicht ausreichend.

Umfassende Kühlungs- und Stromredundanz

Moderne IT-Hardware benötigt eine konstante Temperatur. Auch die Luftfeuchtigkeit im Rechenzentrum muss einen optimalen Wert aufweisen. Beides im eigenen Haus zu schaffen, kann mühsam sein, um es vorsichtig auszudrücken.

Um dieses Problem zu lösen, konstruieren renommierte Colocation-Anbieter schon seit vielen Jahren maßgeschneiderte Anlagen und wissen so genau über die Anforderungen hinsichtlich Stromversorgung und Kühlung Bescheid.

Die industriellen Systeme für Heizung, Belüftung und Klimatisierung („Heating, Ventilation and Air Conditioning“, HVAC), die sie einsetzen, stellen signifikante Investitionen dar. Vielen Unternehmen wird bewusst, dass sie schlichtweg keine entsprechenden Systeme im eigenen Haus unterhalten können.

Hinzu kommt, dass die höheren und stabileren Strom-pro-Quadratmeter-Verhältnisse in Colocation-Anlagen durch geeignete Redundanzen gesichert werden müssen, um zu gewährleisten, dass es absolut keine Ausfallzeiten aufgrund eines Problems bei der Stromversorgung oder Kühlung gibt.

An erster Stelle wird eine unterbrechungsfreie Stromversorgung eingesetzt, um im Falle eines Stromausfalls eine Notfallversorgung zu bieten. So kann die kritische Infrastruktur online bleiben, während die dieselbetriebenen Generatoren des Colocation-Anbieters gestartet werden.

Diese Herangehensweise verschafft Unternehmen totale Redundanz und Betriebszeit mit 100%iger Stromversorgung.

Nach Verbrauch abgerechnete Stromkosten

In naher Zukunft werden führende Colocation-Anbieter in der Lage sein, ihre Kunden bei der Kostenkontrolle zu unterstützen, indem sie ihnen nur ihren tatsächlichen Stromverbrauch in Rechnung stellen. Einige sehr wenige Anbieter können dieses Merkmal heute schon zur Verfügung stellen.

Wenn ein Unternehmen seine realen Stromkosten kennt, kann es sich in Zukunft um eine Senkung bemühen. Ein Unternehmen, das sich nicht über den Stromverbrauch im Klaren ist, kann den Verbrauch nicht senken.

Da sich mehr und mehr Unternehmen ihres Stromverbrauchs bewusst werden, wird die Zukunft mehr Einkäufe energieeffizienter Geräte und reduzierter CO2-Fußabdrücke in allen Branchen aufweisen. Und diese Tatsache wird dazu führen, dass eine verbrauchsbasierte Stromabrechnung die Norm bei vielen Colocation-Anbietern werden wird.